Wir sind so vertieft in unser Leben, dass wir kaum bemerken wie schnell die Zeit vergeht und ehe wir uns versehen, sind neue Kapitel veraltet, Vertraute für immer in unserer Erinnerung archiviert. Ich kann nicht glauben, dass meine Zeit hier in Vallendar in nur 6 Wochen zu Ende geht. Ab dem Monat Mai müsste ich, je nach Anforderungen meines Praktikums, umziehen. Danach, ab September bis Ende des Jahres, wird mich mein Auslandssemester nach Madrid in Spanien führen. Ab nächstem Jahr werde ich ein Praktikum und eine Diplomarbeit bei einer anderen Firma beginnen und somit von dort aus arbeiten und nicht mehr ins gute alte Vallendar zurückkommen.
Vallendar
Während sich die Zukunft entfaltet, wird mir klar, dass die langen Tage, die ich hier in Vallendar verbracht habe, in keiner Weise wegzudenken sind. Ich werde diese charmante kleine Stadt sicherlich vermissen. Von den schönen Spaziergängen am Rhein bis hin zu den Joggingstrecken auf dem Niederwerth werde ich all die Erinnerungen hier definitiv in Ehren halten. Vallendar ist von Hügeln auf beiden Seiten des Rheins umgeben. Auf einem dieser Hügel steht der Kaiser-Friedrich-Turm, ein wunderschöner Turm von dem aus man einen herrlichen Blick auf die Weite des Tals und die umliegenden Hügel hat. An vielen Abenden ging ich die gewundenen Seiten dieser Hügel hinauf und kletterte auf den Turm, um das Tal zu betrachten und die spektakuläre Aussicht zu erleben. Der Blick von der Brücke, die Vallendar mit Niederwerth verbindet, ist einer meiner Favoriten, mit Blick auf reizvolle Häuser und Landschaften auf beiden Seiten.
Universität
Auf der anderen Seite war die Universität sehr hektisch, mit vielen Hausarbeiten, Gruppenprojekten und Tests, die über die Semester verteilt waren. Ich habe das Gefühl, dass ich in den letzten 5 Monaten in denen ich hier an der Universität bin, mehr über Wirtschaft und Finanzen gelernt habe als in meinen gesamten bisherigen Erfahrungen.
Obwohl Covid-Beschränkungen auferlegt sind, konnte ich viele der Kommilitonen virtuell treffen und an mehreren Projekten arbeiten. Ab und zu gingen wir auch in kleinen Gruppen in der näheren Umgebung spazieren. So waren wir zum Beispiel auf der Geierlay-Hängebrücke in Sosberg. Die Aussicht auf der Brücke war surreal. Ich konnte kilometerweit umherschauen, auf die fernen Hügel und Ebenen. Da es sich um eine Hängebrücke handelt, kann man bei jedem Schritt spüren wie die Brücke sanft schwankt. Ich konnte ein paar gute Aufnahmen von der Aussicht und der Brücke machen, bevor wir beschlossen die Brücke zu überqueren und dann zum nahe gelegenen Dorf hinunterzuwandern.
Wie man während der Pandemie neue Leute kennenlernt
Covid hat uns alle entfremdet, uns von sozialen Interaktionen und Zusammenkünften isoliert, die integraler Bestandteil unseres Lebens sind. Aber nachdem ich die letzten 6 Monate hier in Deutschland verbracht habe und viele Leute kennengelernt habe, glaube ich, dass wir immer einen Weg finden werden den Geist der Zusammengehörigkeit am Leben zu erhalten, selbst wenn es durch virtuelle Zoom-Anrufe ist.
Mein Praktikum
Ich bin gespannt, in welche Städte mich mein Praktikum führen wird. Obwohl die meisten Praktikumsmöglichkeiten heutzutage Remote-Arbeiten sind, hoffe ich, in ein paar Monaten, wenn die Dinge mehr unter Kontrolle sind, vom Büro aus arbeiten zu können. Ich hoffe, ein paar Monate in Berlin leben und arbeiten zu können, da ich schon immer von der dortigen Start-up-Kultur begeistert war.
Der Blick nach vorne
Da meine Tage hier in Vallendar und Niederwerth fast vorbei sind, kann ich nicht anders als gespannt zu sein auf die neuen Orte, die ich in naher Zukunft erkunden, dort arbeiten und erleben werde.
Sivasankar Bericht Nr. 1
Sivasankar Bericht Nr. 2
Sivasankar Bericht Nr. 3
Sivasankar Bericht Nr. 4
Sivasankar Bericht Nr. 5
Sivasankar Bericht Nr. 6
Sivasankar Bericht Nr. 7